Aktuell entwickele ich eine Headline-Typografie. Die Schrift besteht hauptsächlich aus Kreisen. Ich habe mir drei Kreise aufgezogen, einen großen, einen kleinen und einen dazwischen, der etwas größer als die Hälfte des großen ist.

 

Aus dem großen Kreis entstehen Buchstaben wie zum Beispiel „C“, „O“ und „Q“.

Das heißt, der große Kreis entspricht der Größe der Versalhöhe.

 

Der mittlere Kreis entspricht der Mittellänge, die obere Kante des Kreises ist gleichzeitig die x-Linie. Aus dem mittleren Kreis entsteht das kleine „c“ oder „o“.

 

Der kleine Kreis wird für Punkte wie den „I“ Punkt benutzt.

 

Buchstaben wie zum Beispiel das „B“ entstehen aus einem Mix des mittleren und kleinen Kreises.

 

Ein großer Kreis unter der Grundlinie entspricht der Unterlänge. Die Unterkante endet an der p-Linie. Solch ein Buchstabe ist zum Beispiel das kleine „g“.

Die Schrift baut sich also aus diesen drei Kreisen ihre Lettern. Aus kompletten, Halb-, Viertel- und Dreiviertelkreisen plus geraden horizontalen und vertikalen Linien entstehen alle Zeichen, die man für das geschriebene Wort benötigt. Durch die Reduzierung auf diese wenigen Grundelemente entsteht eine stilistisch sehr klare und prägnante Typografie, die durch ihre Rundungen ein Alleinstellungsmerkmal unter den Grotesk-Schriften bekommt.